„Miteinander als Gemeinschaft etwas bewegt“

Christkindlmarkt-Organisator Josef Stelzl (4.v.r.) überreichte am Mittwochabend 53 366 Euro aus dem Straubinger Adventskalender an Tagblatt-Verleger Prof. Dr. Martin Balle (5.v.r.) für die Aktion „Freude durch Helfen“. Stefan (l.) und Albert Schindlbeck (r.) sponserten den Hauptpreis, einen Mazda im Wert von 23 000 Euro. Moderator Hermann Czujan (3.v.l.) und Rechtsanwalt Siegfried Markl (3.v.r.) waren bei jeder Verlosung am Christkindlmarkt. OB Markus Pannermayr (4.v.l.), Bürgermeisterin Maria Stelzl (2.v.r.) und Bürgermeister Hans Lohmeier (2.v.l.) bedankten sich von Seiten der Stadt.

30. Januar 2015

 

53 366 Euro vom Straubinger Adventskalender an „Freude durch Helfen" überreicht

Von Sophie Schattenkirchner

 

„Egal, wie gut es uns geht, gilt das leider nicht für alle Menschen in unserer Gesellschaft", sagte Oberbürgermeister Markus Pannermayr am Mittwochabend im Landgasthof Reisinger beim Abschlussabend des Straubinger Adventskalenders. Durch die „enorme Summe" von 53 366 Euro aus dem Adventskalender an die Benefizaktion „Freude durch Helfen" der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung werde für unverschuldet in Not geratene Menschen aus der Region viel bewegt. Tagblatt-Verleger Prof. Dr. Martin Balle bedankte sich bei allen Sponsoren und Christkindlmarkt-Organisator Josef Stelzl für die größte Einzelspende an „Freude durch Helfen".

 

Zusätzlich zu den 53 366 Euro habe Josef Stelzl noch 13,42 Euro an „Freude durch Helfen" überwiesen: „Das sind die Spenden, die am Loshaus eingenommen wurden. Sie sehen: Wir geben alles weiter", erklärte der Christkindlmarkt-Organisator schmunzelnd. In den vergangenen acht Jahren seien durch den Adventskalender insgesamt 268 750 Euro an die Tagblatt-Benefizaktion gegangen. Stelzl bedankte sich bei den Sponsoren aus Stadt und Landkreis, die den Adventskalender durch ihre Preise unterstützen, sowie bei Rechtsanwalt Siegfried Markl und Moderator Hermann Czujan, die beide im Dezember ehrenamtlich an 23 Abenden am Christkindlmarkt bei den Verlosungen dabei waren. Unter anderem dankte er Apothekerin Heidi Lachner, da an der Hausfassade der Einhorn-Apotheke auch im Jahr 2014 der Adventskalender angebracht werden durfte, und den Losverkäuferinnen: „Ihr habt jedem Käufer Auskunft gegeben und geduldig erklärt, wem das Geld zugute kommt." Und auch den Käufern der 53 366 Lose gebühre Dank.

 

Der Christkindlmarkt 2014 sei laut Stelzl optimal verlaufen, das neue Konzept sei bei den Besuchern sehr gut angekommen. Davon konnten sich die Gäste des Abschlussabends überzeugen: In einer Power-Point-Präsentation wurden die schönsten Fotos vom vergangenen Dezember gezeigt und an einem Laptop konnte man auf einem virtuellen 360-Grad-Rundgang noch einmal über den Christkindlmarkt schlendern. Die Geschwister Griesbauer aus Aiterhofen musizierten an diesem Abend. Rechtsanwalt Siegfried Markl bestätigte, dass der Verlauf der Verlosungen korrekt war. Die fünf Hauptpreise seien an fünf Gewinnerinnen aus Stadt und Landkreis gegangen (wir berichteten). Ebenso seien die ausgefüllten Lose aller Teilnehmer ordnungsgemäß vernichtet worden. „53 366 Lose wurden verkauft, 53 366 Euro gingen auf das Konto von ‚Freude durch Helfen'", erklärte Markl, der für die täglichen Verlosungen im Dezember sogar einmal zu spät zu seinem FC Bayern-Stammtisch im Seethaler kam. „Ich hoffe, wir sehen uns alle am 1. Dezember wieder auf dem Theresienplatz."

 

Als er vom neuen Konzept für den Christkindlmarkt erfuhr, sei er erschrocken, erzählte Prof. Dr. Martin Balle. Seine größte Befürchtung: Josef Stelzl organisiert den Christkindlmarkt nicht mehr. Doch Oberbürgermeister Markus Pannermayr konnte ihn beruhigen. Gerne habe er sich auch bei Sigmund Gottlieb vom Bayerischen Fernsehen dafür eingesetzt, dass ein Beitrag über den Christkindlmarkt und den Adventskalender gedreht wird. „Es war ein super Beitrag", resümierte Prof. Dr. Balle. Er dankte allen Sponsoren, ehrenamtlichen Helfern und Christkindlmarkt-Organisator Josef Stelzl für die größte Einzelspende an die Benefizaktion „Freude durch Helfen".

 

Der Straubinger Adventskalender sei sehr werbewirksam, bestätigte Oberbürgermeister Markus Pannermayr. „Es ist aber schön zu sehen, dass der äußere Glanz auch einen tieferen Sinn hat." Denn die Summe von 53 366 Euro sei enorm. Unkompliziert und schnell werde durch die Spendenaktion „Freude durch Helfen" der Mediengruppe bedürftigen Menschen aus der Region geholfen. „Nichts geht für Verwaltungsaufwand verloren, alles kommt 1:1 bei den Menschen an", sagte das Stadtoberhaupt. Nach einem gelungenen Abschlussabend warnte Josef Stelzl scherzhaft die Sponsoren: „In den Nebelschwaden des Septembers tauche ich wieder bei euch auf. Ich würde mich freuen, wenn ihr dann sagt: ‚Schön, dass du da bist'."