„Jetzt plane ich meine Zukunft“

Christine Lohrey vom Landshuter Netzwerk und Wilfried Baumgartl freuen sich über die Resonanz, die der Artikel auf einer der „Freude durch Helfen“-Sonderseiten hervorgerufen hat. (Foto: sy)

„Freude durch Helfen" unterstützt chronisch kranken Frührentner

 

23. Januar 2016

 

Landshut. (sy) „Mich hätte es fast vor Freude zerrissen", sagt Wilfried Baumgartl. Als der 52-jährige Landshuter davon erfuhr, dass viele Leser an seinem Schicksal, über das bei der „Freude durch Helfen"-Benefizaktion berichtet wurde, Anteil genommen haben und für ihn spendeten, konnte er sein Glück zunächst gar nicht glauben. Baumgartl leidet seit vielen Jahren an einer Depression. Hinzu kommen körperliche Leiden: Diabetes, eine Schilddrüsenunterfunktion, Arthrose und chronische Rückenschmerzen. Seine positive Lebenseinstellung hat Baumgartl sich jedoch bewahrt.

Dass er sich nun durch die Weihnachtsaktion „Freude durch Helfen" der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung eine dringend fällige Reparatur seines Autos leisten kann, nimmt ihm eine große Last. „Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Ich finde es super, dass es noch Leute gibt, die helfen. Gerade in einer Zeit, in der die Menschen immer mehr abstumpfen und sich kaum noch jemand für andere interessiert, denen es nicht so gut geht." Er versucht, seine Freundin, die er vor drei Jahren im Landshuter Netzwerk kennenlernte, so gut wie möglich zu unterstützen und fährt sie und ihre Kinder zu Terminen. „Sie ist alleinerziehend und hat drei Kinder. Ohne Auto wäre sie aufgeschmissen."

Baumgartl setzt sich gerne für andere ein. „Die Freude zu helfen wiegt vieles auf. Aber es ist auch sehr schön für mich, dass mir jetzt einmal etwas Gutes widerfährt." Die Resonanz auf den Artikel gibt ihm Aufwind und Hoffnung. „Momentan geht es mir gut. Jetzt plane ich meine Zukunft. Ich werde wahrscheinlich zusammen mit meiner Freundin umziehen." Seit vier Jahren besucht Baumgartl das Tageszentrum für seelische Gesundheit des Landshuter Netzwerks.

Abteilungsleiterin Christine Lohrey sieht die Benefizaktion „Freude durch Helfen" als tolle Möglichkeit für ihre Klienten, „dennoch ist es schlimm, dass es Menschen gibt, die in solchen Situationen sind, weil die Leistungen, die sie erhalten, einfach nicht ausreichen." Dabei seien die Wünsche ihrer Klienten überaus bescheiden. Meistens handle es sich um ganz alltägliche Dinge. „Oft müssen wir auf die Leute zugehen, weil sie nicht von sich aus um Hilfe bitten würden."