„Ein Aktiv-Rollstuhl wäre super“

Mit ihrem Standard-Rollstuhl ist Laura in der Beweglichkeit extrem eingeschränkt – ein Aktiv-Rollstuhl hätte viel bessere Fahreigenschaften. (Foto: privat)

Laura wurde mit einem offenen Rücken geboren

Von Martina Münsterer

 

19. Dezember 2015

 

Ottenzell. Die zwölfjährige Laura aus Ottenzell wurde mit einem offenen Rücken geboren. Operationen, Krankenhausaufenthalte, Reha-Maßnahmen und Untersuchungen über Untersuchungen zeichnen ihren Lebensweg. Mit Blick auf die Aussichten unmittelbar nach der Geburt hat Laura schon viel erreicht. An der Papst-Benedikt-Schule in Straubing hat sie nun ihre Freude am Rollstuhlbasketball entdeckt. Um jedoch beweglicher zu sein, bräuchte sie einen Aktiv-Rollstuhl.


Als Laura im Oktober 2003 mit einem offenen Rücken zur Welt kam, begann für sie und ihre Familie ein schwerer Kampf. Aufgrund der Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarks musste sie gleich nach der Geburt operiert werden. Nach langen zwölf Wochen im Krankenhaus durfte sie endlich nach Hause. Die Erleichterung dauerte jedoch nur kurze Zeit, ehe ihre Mutter Evi sie erneut ins Krankenhaus bringen musste. Dieses Hin und Her ging weiter, immer wieder waren Krankenhausaufenthalte erforderlich und immer wieder musste Laura Schmerzen ertragen.


Heuer im März wäre sie aufgrund einer falschen Behandlung fast gestorben. Als für das tapfere Mädchen die Schmerzen schier unerträglich wurden, reagierte die Mutter zum Glück völlig richtig und brachte Laura zu einem anderen Arzt. Dieser rettete Laura sozusagen das Leben. In Nürnberg unterzog sie sich zur Verbesserung ihrer Lebensqualität einer weiteren Operation. Diese acht Stunden des Bangens erschienen ihrer Mutter, die bei allen Krankenhausaufenthalten bei Laura blieb, wie eine Ewigkeit, aber es war die richtige Entscheidung. Von klein an braucht Laura immer wieder neu angepasste Gehorthesen. Mutter Evi googelte wieder und wieder, um gute Ärzte oder neue Behandlungsmethoden für ihre Tochter, die nie jammert oder sich beklagt, ausfindig zu machen.


Mitte November wurde sie in Regensburg gleich von mehreren Ärzten, die bis aus Berlin angereist waren, untersucht, um auszuloten, ob die Chance besteht, dass Laura einmal mit einem Rollator gehen kann. Die Ansicht der Fachleute lässt nicht nur Laura, sondern ihre ganze Familie mit den Großeltern Herbert und Maria hoffen. Mit einer speziellen Reha Mitte des kommenden Jahres soll sie es nämlich schaffen, mit Krücken zu gehen.


Laura besucht seit mittlerweile fast drei Jahren die Papst-Benedikt-Schule in Straubing, an der jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten lernen kann und gefördert wird. Zuvor fühlte sie sich im Hohenwarther Kindergarten sehr gut aufgehoben. An der Grundschule häuften sich allerdings aufgrund ihres körperlichen Handicaps die Probleme, so dass sie während ihres dritten Schuljahres die Schule wechselte. Nun wird sie jeden Morgen um 6 Uhr früh abgeholt und kommt abends gegen 18 Uhr erst wieder heim, was anfangs aufgrund ihres Heimwehs schon schwer für Laura war. Da sie sich jedoch in Straubing absolut wohl fühlt, nimmt sie die lange Abwesenheit von daheim gerne in Kauf.


Riesige Freude bereitet dem klugen Mädchen Rollstuhlbasketball. Obwohl sie mit ihrem Standard-Rollstuhl nicht so beweglich ist, hat sie einen Stammplatz in der Mannschaft und war bei einem Turnier in München dabei. Mit einem Aktiv-Rollstuhl würde das Ganze noch mehr Spaß machen. Ein solcher würde beste Fahreigenschaften bieten. Damit wäre natürlich Laura viel beweglicher.


Das wiederum wäre nicht nur beim Basketball von Vorteil, sondern würde auch sonst viel mehr Lebensqualität bieten. Mit einer Spende an „Freude durch Helfen" können Sie auch Laura diesen Wunsch erfüllen.

Laura mit ihrer vierjährigen Schwester Luisa und ihrer Mutter Evi. (Foto: Martina Münsterer)