Alle Jahre wieder funkeln 50 000 Lichter um die Wette

„In den USA gibt es Häuser mit viel mehr Lichtern“, erzählt Engl. In Straubing ist seine Dekoration jedoch einzigartig.

Willi Engls Haus erstrahlt ab dem Ersten Advent – Erlös geht an „Freude durch Helfen"

Von Susanne Raith

 

28. November 2015

 

Rund 50 000 Lichter funkeln und leuchten im Hofstettener Weg in Straubing, sobald der Kalender den ersten Advent einläutet. Willi Engl hat sein Haus in ein leuchtendes Zuhause verwandelt. Damit erfreut er nicht nur sich selbst, sondern auch Nachbarn und Besucher, die oft von weit her kommen.


In vier großen Kartons bewahrt Engl seine nahezu unzähligen Lichter und kilometerlangen Kabeln auf. Jährlich kommen neue Lämpchen und Meter Kabel hinzu. Seit Anfang September bereitet er sich für den großen Moment vor und hat erst einmal die Halterungen für neue Lichter gebaut. Anfang November hat er mit der Dekoration seines Hauses begonnen. „Meine Leidenschaft ist mit viel Arbeit verbunden. Aber ich mache es immer wieder gerne."


Seine Beleuchtung ist gigantisch: Sein Anwesen zieren 160 Meter lange Lichterschläuche, 60 Meter lange Lichterketten, mehrere Lichternetze, Lichtbaumkugeln sowie zwei Laserpointer, die mit tausenden Lichtern beflockt sind. Damit beleuchtet Engl nicht nur sein Haus, sondern auch den Hof, den Garten, zwei Schlittengespanne, einen Nikolaus, einen Schneemann und mehrere Geschenkpakete.

 

 

Willi Engl und seine Frau Heidi vor dem liebevoll dekorierten Lichterhaus am Hofstettener Weg. (Fotos: sra)

„Mein Hobby nimmt immer größere Dimensionen an. Schon im Sommer entwickle ich neue Ideen, die ich dann im Winter umsetze", sagt Engl im Gespräch mit idowa, dem Online-Auftritt der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung. Wer im Hofstettener Weg an der Hausnummer 27 vorbeikommt, erhält einen kleinen Hauch Amerika. „Mithalten können wir aber noch lange nicht. In den USA gibt es Häuser mit viel mehr Lichtern." Dort strahlen oft über 500 000 Lichter den Himmel empor.

 

Dennoch zieht sein stattlich grünes, gelbes, rotes und blaues Lichtermeer jährlich Besucher von weit her heran. „Seit 15 Jahren bastle ich an meinem Lichterhaus und immer wieder gestalte ich es anders. Das macht wohl neugierig." Am ersten Advent, Sonntag, 29. November, ist es dann soweit: Dann knipst Willi mit seiner Frau Heidi seine rund 50 000 Lichter an. Sechs Wochen lang, bis Heilige Drei Könige, können Besucher täglich in den Lichterrausch eintauchen. Von Montag bis Freitag leuchtet das Haus von 17 bis 20 Uhr, am Wochenende von 17 bis 21 Uhr.

 

Über die Kosten schweigt Engl und verrät: „In der Weihnachtszeit verspüre ich so viel Freude. Ich brauche nicht noch einen Urlaub." Ihn macht es glücklich, andere mit seinem Märchenhaus zu begeistern. Wenn Besucher anderen eine Freude machen möchten, können sie vor Ort in eine Spendenbox Geld werfen und sich somit an der Tagblatt-Benefizaktion „Freude durch Helfen" beteiligen. „Dadurch möchte auch ich bedürftigen Menschen in unserer Region helfen."