Spende für schwerkranke Brüder

Anita Kilger von „Soziale Partner“ ist Patin der schwerkranken Brüder. Sie bedankt sich für Ihre Spenden an die Benefizkation „Freude durch Helfen“.

31. Januar 2015

 

„Freude durch Helfen" unterstützt die Hundetherapie für die beiden
Von Sophie Schattenkirchner

 

Riesig gefreut über eine Spende aus der Weihnachtsaktion von „Freude durch Helfen" haben sich die Brüder Christoph und Matthias und ihre Mutter Lisa (Namen von der Redaktion geändert). Das erzählt ihre Betreuerin und Patin Anita Kilger von „Soziale Partner".


Die beiden Brüder im Teenageralter leiden an einer unheilbaren Muskelschwäche (wir berichteten). Als Christoph, der ältere der Brüder, vier Jahre alt war, wurde die Krankheit bei ihm diagnostiziert. Kurze Zeit später wurde die unheilbare Muskelschwäche auch bei Matthias festgestellt. Ihre Mutter Lisa E. ist psychisch krank und leidet enorm unter der Situation: Es gebe Tage, da spreche sie nur über die schwere Krankheit und den Tod. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Vater die Familie vor Jahren verlassen hat.


Christoph wohnt in einem Heim. Seit er sieben Jahre alt ist, sitzt er im Rollstuhl. Bei ihm hat die Muskelschwäche die Lunge stark beeinträchtigt: „Er muss nachts beatmet werden", erzählt Anita Kilger. Wenn er in den Ferien oder am Wochenende nach Hause zu seiner Mutter und seinem Bruder kommt, übernimmt ein Pflegedienst die Beatmung.


Sein jüngerer Bruder Matthias lebt bei der Mutter. Die Krankheit hat sein Herz stark geschwächt, sagt die Betreuerin. Seit seinem neunten Lebensjahr ist auch er auf den Rollstuhl angewiesen. „Beide Brüder sind geistig völlig normal entwickelt und bekommen ihren desolaten Zustand täglich bei vollem Bewusstsein mit", sagt Patin Anita Kilger.


Der Therapie-Hund gibt ihnen Selbstbewusstsein
Computerspiele machen den beiden Jungs viel Spaß. Denn wenn sie mit ihren Fingern die Tasten steuern, haben sie nicht das Gefühl, eine Behinderung zu haben – das klappt bei ihnen, wie bei jedem anderen Teenager auch. Doch es gibt noch etwas, was den beiden gut tut, und dafür gingen die Spenden aus der „Freude durch Helfen"-Weihnachtsaktion: eine Hundetherapie. Denn mit einem Hund wollen die Brüder mit ihren Rollstühlen viel lieber raus ins Freie. Die Aufmerksamkeit der anderen Menschen richte sich dann nicht mehr auf die schwere Behinderung der Jungs, sondern auf den Hund, und das gibt ihnen Selbstbewusstsein. „Und die Beiden sollen unbedingt unter die Leute kommen", findet ihre Betreuerin Anita Kilger.


Auch ihre Mutter sei von der großen Unterstützung begeistert gewesen: Denn durch die Spenden der Aktion „Freude durch Helfen" könne die Hundetherapie zumindest für die nächsten Monate finanziert werden.