Sonne im oft grauen Alltag

Ein neuer Kickertisch für die Aula und pädagogisch hilfreiche Spiele standen ganz oben auf der Wunschliste der Schule am Regenbogen. Schulleiterin Marianne Reitmeier-Lovric (links) und Konrektorin Tanja Dünne (rechts) freuen sich über die Unterstützung durch „Freude durch Helfen“.

07. November 2014

 

Cham. (jok) - Am Regenbogen in Cham fließt nicht nur Wasser, sondern schon immer auch Wissen. Seit Jahren ist im Gebäude in der Unteren Regenstraße 11 das Sonderpädagogische Förderzentrum untergebracht. So wie der echte Regenbogen zeichnet sich die gleichnamige Schule durch eine Vielfalt an bunten Facetten aus. Und doch ist die Arbeit mit Kindern mit Lernrückständen nicht immer einfach.


„Jeder Schüler hat seine eigenen Bedürfnisse, um die wir uns annehmen", sagt Schulleiterin Marianne Reitmeier-Lovric. „Angefangen von Lernrückständen bis hin zu sozial-emotionalen Auffälligkeiten." Bunt und facettenreich ist deshalb auch die Struktur der Schule. Neben der Hauptstelle in der Unteren Regenstraße, in der die Klassen 5 bis 9 unterrichtet werden, gehören auch die Außenstellen in Cham und Mitterdorf dazu. Dort werden die Buben und Mädchen der Jahrgangsstufen 1 bis 4 beschult. Schulanfängern mit Lern- und Leistungsproblemen bietet die Einrichtung den Besuch von Diagnoseförderklassen an. In diesen Klassen wird nach den Rahmenrichtlinien der ersten beiden Jahre der Grundschule unterrichtet. Die Lerninhalte werden jedoch auf drei Jahre verteilt. „Wir wollen entwicklungsverzögerten Kindern den Start erleichtern", sagt Reitmeier-Lovric, die mit der hohen Rückführquote in die Grundschule zufrieden ist.


Ein großer Vorteil ist das Lernen in Kleingruppen. Deshalb haben die Diagnoseförderklassen auch nur jeweils sieben Schüler. „Wir holen das Kind dort ab, wo es in der Entwicklung steht. Das ist in kleinen Gruppen möglich", ergänzt Konrektorin Tanja Dünne. Wichtiger Bestandteil der Schule sind auch die Stütz- und Förderklasse wie die schulvorbereitenden Einrichtungen für entwicklungsverzögerte Kinder.


„Wir leisten nicht nur Arbeit am Kind, sondern auch Arbeit für das Kind", betont Marianne Reitmeier-Lovric. Die optimale Beschulung und die Vorbereitung auf eigenständiges Leben ist nicht nur der Vielfalt der Schule am Regenbogen zuzuschreiben. Vielmehr arbeitet die Schulführung mit vielen außerschulischen Kooperationspartnern zusammen. Sonne in den oft grauen Schulalltag soll nun die Weihnachtsaktion „Freude durch Helfen" der Mediengruppe bringen. „Wir freuen uns unheimlich über diese Spende", sagt Marianne Reitmeier-Lovric. Zusammen mit ihren Kollegen hat sie sich dafür entschieden, den Betrag aufzuteilen. Sowohl die Hauptstelle als auch die Außenstellen sollen davon profitieren. In Rücksprache mit den Klassen 5 bis 9 einigte man sich darauf, einen neuen Kickertisch für die Aula anzuschaffen. „Denn wir sind eine der wenigen Schulen, die keinen Kicker haben", sagt die Schulleiterin und lacht. Die Außenstelle in der Schleinkoferstraße soll hingegen mit pädagogisch hilfreichen Spielen neu bestückt werden. „Da haben wir großen Bedarf", sagt auch Tanja Dünne. Mit der Spende wird die Wunschliste nun um einiges kürzer.