Den Klinikaufenthalt so schön wie möglich gestalten

Der Deggendorfer Redaktionsleiter Peter Kallus (2.v.r.) überreichte die Spende vor kurzem an Chefarzt Dr. Michael Mandl, Fördervereins-Vorsitzende Anna Eder sowie Susanne Spranger vom Bunten Kreis (von links).

31. Januar 2015

 

Benefizaktion „Freude durch Helfen" unterstützt Eltern und ihre zu früh geborenen Babys

 

Deggendorf. Freude durch Helfen – und was ist ein schönerer Ausdruck für Freude als leuchtende Kinderaugen? Die Augen der Kinder, die ins Krankenhaus müssen, leuchten selten. Viele haben mit tückischen Infekten zu kämpfen oder leiden an chronischen Erkrankungen. Das Krankenhaus ist eine ungewohnte Umgebung, die Angst macht – auch wenn die Mama dabei ist und die Schwestern und Ärzte nett sind. Diese Ängste zu nehmen, das hat sich Kraki (steht für kranke Kinder), der Förderverein der Kinderklinik am Donau-Isar-Klinikum Deggendorf, zur Aufgabe gemacht.


Deswegen investiert der Verein in viele kleine Maßnahmen in die Umgebung. Der Verein kümmert sich um alles, was die Krankenkassen nicht bezahlen, aber den Kindern und den Familien gut tut. Dies unterstützt die Aktion „Freude durch Helfen" der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung mit einer Spende. Der Deggendorfer Redaktionsleiter Peter Kallus überreichte die Spende vor kurzem an Chefarzt Dr. Michael Mandl und Oberbürgermeisterin a.D. Anna Eder, die Vorsitzende des Fördervereins.


Das Geld ist gut angelegt, wie die Bilanz des Vereins zeigt: Ein größerer Finanzierungsposten war etwa ein Gerät, um bei Kindern, die bei der Geburt einen Sauerstoffmangel erlitten haben, die Körpertemperatur leicht zu senken. Damit können oft langfristige Schäden abgewendet werden.


Ein langgehegter Wunsch war auch die Einrichtung eines Elternzimmers. Das bietet die Möglichkeit, dass sich die Eltern am Abend, wenn die Kinder schlafen, noch etwas zurückziehen und erholen können. Erst vor kurzem wurde zudem ein neuer Entspannungsraum im Sozialpädiatrischen Zentrum vorgestellt – entstanden mit Unterstützung des Vereins. Von seiner Arbeit profitieren pro Jahr rund 2 600 Patienten in der Deggendorfer Kinderklinik.


Besonders am Herzen liegt dem Verein die Arbeit des Bunten Kreises. Hier kümmern sich Nachsorgeschwestern um die Familien mit Frühgeborenen. Die Kinder waren oft über Wochen und Monate auf der Station, und dann ist es ein großer Schritt, wenn sie endlich das Krankenhaus verlassen dürfen. Dabei sind die Eltern hin- und hergerissen zwischen Freude und Angst, weil jetzt keine Schwestern mehr da sind, die sich um die Kinder kümmern. Diese Angst nehmen den Eltern die Nachsorgeschwestern des Bunten Kreises. Ihre Tätigkeit wird aber nur zu einem Teil von den Krankenkassen übernommen. Zudem treffen die Schwestern auch oft auf sozial schwierige Verhältnisse: Dann besorgen sie auch einmal einen Kinderwagen oder kaufen die teure Nahrung für Frühgeborene. Auch hier können sie mit den Geldern des Vereins unbürokratisch helfen. - pre -