Vom Bleistift bis zum Mittagessen

Eifrig beteiligen sich die Schüler/innen der Klasse 5 GTK am Unterricht von Klassenleiterin Carina Eckl und Rektor Josef Sperl

Die Mittelschule Plattling hat eine Sozialkasse für bedürftige Schüler eingerichtet

 
Plattling. (lie) In den Geschäften stehen schon die ersten Schoko-Nikoläuse zum Verkauf, leckere Lebkuchen und Adventskalender. Vor allem die Kinder freuen sich schon darauf, das erste Türchen öffnen zu dürfen, voller Vorfreude auf die bevorstehende Weihnachtszeit und um sich die Wartezeit auf den heiligen Abend zu versüßen. Bald werden Kerzen am Adventskranz die Wohnzimmer erhellen, Lichterketten werden die Häuser am Abend erstrahlen lassen, Wunschzettel an das Christkind werden geschrieben. Es dauert nicht mehr lange und würziger Mandelduft wird sich durch die Weihnachtsmärkte ziehen, durch die man in warmen Stiefeln durch den Schnee stapft.

 Leider ist Weihnachten nicht für alle Menschen eine segensreiche Zeit. Vor allem für finanziell schwächere Familien, getroffen von einer wirtschaftlich schlechten Situation oder von Krankheit, sind diese Wochen nicht einfach. Viele, von Armut Betroffene, müssen oft auf schöne oder auch ganz normale Dinge verzichten. Und dies nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über. Dieser materiellen Unterversorgung möchte die Mittelschule Plattling etwas entgegen wirken. Deshalb haben Rektor Josef Sperl und das Lehrerkollegium eine Sozialkasse eingerichtet, um Schülern aus finanziell unterversorgten Familien die Gelegenheit zu geben, uneingeschränkt am Schulleben teilzunehmen. Das heißt, die nötigen Lernmittel bezahlen zu können, sich ein Mittagessen in der Mensa zu leisten sowie die Teilnahme an Klassenfahrten. Aus diesem Grund möchte die Aktion „Freude durch Helfen" des Straubinger Tagblattes ihre Spende in Plattling in diesem Jahr dem Sozialfonds der Mittelschule zu Gute kommen lassen. Laut Josef Sperl wird das Geld aus dem Fonds teilweise ganz individuell oder ganz speziell eingesetzt. Egal, ob momentaner oder ständiger Notstand eines oder mehrerer Schüler. Kein Kind sollte sozial ausgegrenzt werden, betont Sperl. Das gemeinsame Mittagessen gehört zum Schulprofil und das soll sich auch jeder leisten können. Auch Tages-oder Abschlussfahrten gehören zum Schulleben und auch für diesen Zweck sollen die Kosten aufgebracht werden können. Selbst die Ausgaben für anständiges Schulmaterial, wie Ranzen und Mäppchen, Hefte, Stifte und Bücher, sind für manche Familien zu hoch. Doch durch Zuschüsse oder kleine Kredite aus der Sozialkasse kann hier Abhilfe geschaffen werden.

 

Seit 19 Jahren gibt es die Aktion „Freude durch Helfen", bei der kein Cent für Verwaltungsaufwand ausgegeben wird. 2015 kamen durch Leserspenden rd. 300000 Euro zusammen. Mit einer Geldspende helfen unsere Leser den Bedürftigen in der Region. Wenn auch Sie spenden möchten, haben Sie dazu die Gelegenheit bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, IBAN DE72 7425 0000 0000 0224 42 oder bei der Raiffeisenbank Straubing, DE29 7426 0110 0005 5177 70.