„Nicht gedacht, dass ich Hilfe erhalte“

Briefe, selbstgebastelte Karten und kleine Engerl als Dankeschön

 

Von Sophie Schattenkirchner

 

Ich hätte nie gedacht, dass ich Hilfe erhalte", diese Zeilen schickte ein Mann aus Landshut per E-Mail an das Straubinger Tagblatt. Ein anderer Mann aus dem Landkreis schrieb auf einen Notizblock des Bayerischen Roten Kreuzes: „Hiermit bedanke ich mich für die großzügige Spende von Ihnen. Davon konnte ich mir endlich ein Bett und eine Waschmaschine kaufen." Am Schluss fügte er noch hinzu, dass dies ohne das Geld aus dem „Freude durch Helfen"-Spendentopf nicht möglich gewesen wäre – „vielen herzlichen Dank".

 

Die Freiwilligen Agentur „fala" in Landshut schickte eine Weihnachtskarte an die Marketing-Abteilung des Straubinger Tagblatts, die die Benefizaktion „Freude durch Helfen" organisiert: „Ganz herzlichen Dank, dass Sie die ‚fala' so verlässlich unterstützen." Aus dem Therapiezentrum für Psychosoziale Rehabilitation Maximilianshöhe in Furth im Wald erreichte ebenso ein Schreiben die Marketing-Abteilung. Eine Patin bedankte sich „recht herzlich für die Zuwendung". Damit konnten für die Kinder einer Patientin Geschenke gekauft werden. „Wir können den Kindern so eine große Freude bereiten", schrieb die Patin weiter.

 

„Das tägliche Leben mit Behinderung meistern"

Ein Pfarrer aus Landshut, der für ein Ehepaar die Patenschaft übernommen hat, wandte sich in einem Brief an die Marketing-Abteilung: Darin bedankte er sich für die Unterstützung des Ehepaars in den Jahren zuvor – „ein herzliches Vergelt's Gott". Da die Frau ein Pflegefall ist, sei das Ehepaar gezwungen, mit Einschränkungen zu leben. „Wir wissen als gesunde und aktive Menschen wahrscheinlich nicht, was es heißt, das tägliche Leben mit Behinderung zu meistern", schrieb der Pfarrer weiter. Für das Ehepaar sei diese Situation jedoch inzwischen zum Alltag geworden. „Deshalb freuen sie sich über jede Möglichkeit, die das tägliche Leben und auch die Pflege erleichtert und den Lebenswert verbessert."


Eine Frau bastelte eine Karte mit kleinen Sternen und schickte einen gehäkelten Engel dazu: „Ich möchte mich ganz herzlich für Ihre großartige Spende bedanken und ein herzliches Vergelt's Gott sagen. Es war wieder ein schwieriger Fall."


Aus dem Landkreis Straubing-Bogen schrieb eine Frau einen Brief an die Organisatoren der Benefizaktion: „Irgendwie haben wir immer wieder Schicksalsschläge, die man nicht einfach irgendwie lösen kann." In diesem Jahr seien der Familie viele wichtige Geräte kaputt gegangen, auch ein Auto, das extra für die Frau umgebaut worden war, musste dringend repariert werden. Der jüngste Sohn erlitt vor kurzem einen Schlaganfall, die Tochter starb vor wenigen Jahren an einem Gehirnschlag. „Auch mein Mann ist schwer krank."

 

Die Familie habe versucht, diese Schicksalsschläge zu verarbeiten. Doch nun wurde auch sie selbst krank. „Manchmal sind wir am Verzweifeln, aber dann hilft uns unser Mut und unsere Ausdauer, wieder weiterzuleben. Mittlerweile können wir sogar wieder ein bisschen lachen und uns an der Natur erfreuen." Für die Familie ist es besonders schön und eine große Freude, zu sehen, dass es Menschen gibt, die in so einer Notlage helfen.

 

 

Die Marketing-Abteilung des Straubinger Tagblatts, die die Spendenaktion „Freude durch Helfen“ organisiert, erhält von Bedürftigen und deren Paten oft Briefe und Karten als Dankeschön.